Gil Garburg

In der hohen, oft unterschätzten Kunst des Duospiels auf ein oder zwei Flügeln setzen Sivan Silver und ihr Partner Gil Garburg neue Maßstäbe: Publikum und Kritiker feiern sie, hochkarätige Orchester, Festivals und Veranstalter laden sie immer wieder erneut als Gäste ein. Sie sind in der Carnegie Hall und im Wiener Musikverein, im Sydney Opera House und in der Berliner Philharmonie aufgetreten, haben in rund 70 Ländern auf fünf Kontinenten konzertiert und spielen regelmäßig mit den berühmtesten Orchestern.

Ihre Aufnahme von Mendelssohns Konzerten für Klavierduo und Orchester mit der Bayerischen Kammerphilharmonie unter Christopher Hogwood, um nur eine von mehreren CDs zu erwähnen, nannten der Bayerische Rundfunk „atemberaubend“, die Süddeutsche Zeitung „höchst spannend“ und die Zeitschrift Rondo schlicht „brillant“. Im Frühjahr 2015 erschien bei ihrem neuen Exklusivpartner Berlin Classics Petruschka und Le Sacre du Printemps von Strawinsky zu vier Händen. Eine weitere CD wird sich den letzten Werken Franz Schuberts widmen.

Sivan Silver und Gil Garburg waren auf dem Weg in vielversprechende Solokarrieren, ehe sie privat und dann auch am Klavier ein Paar wurden. Dabei sind die Herausforderungen, die das Duospiel bietet, enorm. Es reicht nicht, mit Virtuosität und Klangkultur spannende Interpretationen zu erarbeiten. Man muss sie auch zu zweit wie eine Person empfinden und auf vier Händen umsetzen können. Das aber funktioniert nur mit blindem Verständnis. „Jeder von uns beiden drückt seine eigenen Empfindungen und zugleich ein gemeinsames Empfinden aus. Wir sind eins und dennoch im Dialog miteinander – das ist Magie“, sagt Sivan Silver.

2014 berief die Kunstuniversität Graz sie auf eine der wenigen Professuren für Klavierduo, die es überhaupt gibt. Zuvor unterrichteten Silver-Garburg an der Hochschule Hannover, wo sie selbst als Schüler von Arie Vardi 2007 ihr Studium abschlossen. Sivan Silver und Gil Garburg reizt der permanente Wechsel zwischen Duoabenden und Orchesterkonzerten, zwischen intimen Stücken, die sie als Einheit fordern, dialogisch angelegten Werken und solchen, in denen sie an zwei Flügeln die Klangmacht eines ganzen Orchesters evozieren. „Es ist leicht, als Klavierduo mit Virtuosität Effekt zu machen. Aber das allein ist uns viel zu wenig. Wir wollen die Zuhörer mit unserer Musik im Herzen berühren.“

Weitere Informationen unter www.silvergarburg.com

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