Aus Freude an Musik

Musik in Goslar und der Region

Das Internationale Musikfest Goslar – Harz war trotz der langen Ferienzeit äußerst erfolgreich!

Vom 14. August bis zum 6. September kamen viele interessierte Zuhörer, darunter zahlreiche Touristen, die immer wieder zu den Konzerten in die unterschiedlichsten Veranstaltungsräume „strömten“. Den 20 sehr gut besuchten Konzerten (davon 14 in Goslar und sechs in der Region) lauschten rund 3000 Besucher. Es gab viel Lob von innen und außen und von kompetenten Seiten viele Gratulationen zum herausragenden Programm. Das Musikfest ist eine feste Größe im Kulturkalender geworden.

 

Mitwirkende der vierwöchigen Veranstaltung waren mehr als 60 Solisten und Ensembles, zwei Orchester und ein Chor. Wieder trafen aufstrebende Formationen auf etablierte Musiker, national und international renommierte, preisgekrönte Künstler brachten vielfältige Kammermusik und „Cross Over“ auf höchstem Niveau mit. Es gab frische Ideen und neue Mixturen. Die Unterstützung in der Region ist außergewöhnlich. Freundschaftliche Kooperationen gibt es mit fast allen Spielorten. Der Wechsel der zu Konzertsälen umfunktionierten Kirchen, Klostergütern und sonstigen oft historischen Räumlichkeiten gehört zum Konzept und macht den Charme des Festivals mit aus.

 

Zur Erinnerung - Ein Rückblick auf das Festival 

Gegliedert war das dreiwöchige Festival durch vier thematische Blöcke, deren Konzeption jeweils in den Händen eines herausragenden Musikers lag.

Den Anfang machte der Violinist Oliver Wille, Mitglied des Kuss Quartetts und Professor für Streicherkammermusik an der Musikhochschule Hannover, der das Eröffnungswochenende am 14. und 15. August mit ausgewählten Mitwirkenden in Form einer „Schubertiade“ gestaltete.

Die folgende Woche stand mit zwei Konzerten des Ensemble Louis Ferdinand im Zeichen der Klassik und führte über Goslar hinaus nach Liebenburg und in die Stabkirche in Hahnenklee.

Das zweite Wochenende war das „Kaiserpfalz-Wochenende“ (21. und 22. August), das die Handschrift des Cellisten Wolfgang Emanuel Schmidt trug. Sein Programm für zwei große Konzerte in der Kaiserpfalz und am Rammelsberg stand im Zeichen des lebensfrohen Italien.

Am Wochenende vom 29. bis 30. August gestaltete das Gaspard Trio anlässlich des Klostertages drei Konzerte in Goslar, dem Kloster Ilsenburg und dem Kloster Wöltingerode.

Als neuer Künstlerischer Leiter des Internationalen Musikfestes stellte sich der aus Goslar stammende Cellist Johannes Krebs mit einer „Harzreise“ vor. In vier Konzerten zwischen dem 2. und 6. September begab er sich auf eine Reise, die ihn nicht nur in das Entstehungsjahr „1824“ von Heines Harzreise führte, sondern über die Region in die weite Welt hinaus.

Ergänzt wurde das Musikfest mit zwei Jazz-Beiträgen des Andrzej-Jagodzinski-Trios am Wochenende 5./6. September, mit denen die Grenzen des reinen klassischen Repertoires außer Acht gelassen wurden und das Musikfest zu einem offenen Spielort wurde.

Zum hochmusikalischen Auftakt bot das Prolog-Konzert mit KlangArt Goslar in der Neuwerkkirche Goslar selten zu hörende Kostbarkeiten.

 

Bei der Festgala zur Eröffnung in der ausverkauften Sparkassen-Passage und dem anschließenden Konzert im Weltkulturerbe Rammelsberg wurden mit einer zweiteiligen bejubelten Schubertiade Schuberts Klang-Welten auch mittels Rezitation Schubertscher Texte durch Burgschauspieler Udo Samel heraufbeschworen. Die Künstler erspielten sich stehende Ovationen für ihr eindrückliches, intensiv gestaltetes Programm.

Die folgende Woche stand mit hochkünstlerischen ausgereiften Interpretationen des Ensembles Louis Ferdinand im Zeichen der Klassik und führte mit exzellent gespielten Kostbarkeiten zu bestens gefüllten Konzertsälen nach Liebenburg und in die historische Stabkirche in Hahnenklee.

 

Stehende Ovationen des begeisterten Publikums gab es bei den „Italienischen Nächten“ in der Kaiserpfalz und bei „Rossini am Rammelsberg“ für die Metamorphosen aus Berlin unter der Leitung von Wolfgang Emanuel Schmidt und beim konzertanten Einstieg des neuen Leiters des Musikfestes Johannes Krebs.

 

Auch die Professoren der Konzertarbeitswochen wurden mit einem Konzert in das Musikfest mit eingebunden.

Ein festliches Konzert in der Stephanikirche machte deutlich, welche Bandbreite das Musikfest dem Publikum bieten kann: Einerseits stellt das Festival jungen Künstlern weiterhin die Bühne zur Verfügung, andererseits gastieren Künstler, die im Zenit der Spitzenmusiker stehen.

Anlässlich des Klostertages gestaltete das Trio Gaspard begeisternde Konzerte im Kloster Ilsenburg und im Kloster Wöltingerode.

 

Mit einer Reise von Wien nach Paris überraschte das Duo Brüggen-Plank im Bürgerhaus Seesen die sichtlich erfreuten Kammermusikfreunde mit einer ganzen Palette menschlicher Gefühle.

Stehende Ovationen gab es in der Frankenberger Kirche für die Interpretation des Schubert-Oktetts, mit dem der neue Leiter des Internationalen Musikfestes Goslar – Harz Johannes Krebs und seine Freunde neue Maßstäbe setzten 

Das Trio Lirico zündete ein Streicherfeuerwerk im Berufsförderungswerk. Das begeisterte Publikum feierte die Musiker mit enthusiastischem Applaus.

Minutenlange Ovationen gab es im Kreishaus-Konzert bei Robert Schumanns selten zu hörendem Quintett op. 46 mit den Pianisten Gil Garburg und Sivan Silver sowie mit den Cellisten Hila Karni und Johannes Krebs sowie mit der Hornistin Sibylle Mahni-Haas.

Klassische Musik im Jazz-Gewand wurde vom polnischen Andrej Jagodzinski Trio als Doppelpack im Bergbaumuseum vorgestellt. Es gab Standing Ovations der Zuhörer für das Trio, das Chopins Werke auf unnachahmliche Art in jazzige Welten führte.

Den „Ausklang einer Harzreise“ am Ende des Festivals bestritt das Trio Abaton. Sie stellten im Barocksaal des Klostergutes Heiningen ein mitreißendes Programm mit Klaviertrios von Smetana und Piazzolla vor und wurden frenetisch gefeiert (wieder Standing Ovations).

 

Dagmar Grasemann
14.09.2015

 

 

 

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